Nachtcafé für Wohnungslose

von unserer Sozialarbeit

Das Thema ist nicht selbstverständlich.

Die Erdgeschossräume in der Grundstraße 36 stehen für Gäste des Nachtcafés in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag offen. Und Gäste sind die, die durchs Netz gefallen sind und … Mitmenschen sind. Jeder ist anders; Frauen und Männer, Kranke und Gesunde, Junge und Alte… Manche sind Dresdner, andere von weit her, auch von außerhalb Deutschlands. Keiner wird befragt. Solange das Essen reicht und ein Schlafplatz auf einer Isomatte mit bezogenem Kissen und Wolldecke eingerichtet werden kann, darf jeder bleiben, essen, sich und seine Sachen waschen, schlafen und nach dem Frühstück wieder gehen. Im Halbjahr zwischen Winterzeit und Sommerzeit öffnen sieben christliche Kirchgemeinden. Die kommende Saison 2020/21 ist die 25.!

Unter den Gästen waren einige bemerkenswert. Zum Beispiel die Frau, die nach Scheidung, Arbeits- und Wohnungsverlust völlig hilflos war, ein Rollköfferchen hatte und gegen 22 Uhr erschien, wenn die Kulturveranstaltungen aus waren. Sie fragte in Kinos oder Konzertsälen, ob hinten irgendwo ein Platz frei blieb. An den „Baron“ ist zu erinnern. Er kam mit großem schwarzen Hut, Nadelstreifenanzug, schwarzem Stockschirm und Sommertrenchcoat und sprach mit dem Akzent der Banatbewohner. Es gab den Kurarzt – orientierungslos und von der Gegenwart unerreicht. Er kam in eine Diakonie-Pflegeeinrichtung. Ein Lokomotivführer, ein Kellner … die meisten Gäste sind männlich. Andy kommt seit zehn Jahren und bringt morgens seinen Teebeutel für einen Kräutertee. Ein Mandolinenspieler brachte uns einmal ein Ständchen am Morgen.

Für alle Gäste wird alles Notwendige getan von vielen Helfern. Sie kommen aus der Gründergemeinde „Weißer Hirsch“, aus unserer Gemeinde und manche gehören keiner Kirche an. Präsenzkräfte organisieren die Transporte der Lebensmittelspenden, der Wäsche von und zur Reinigung und den Einlassdienst. Die Sozialamtsleiterin der Diakonie leitet diese Mitarbeiter. Die Dresdner Tafel liefert Gemüse, Joghurt, Milch… Manchmal ist das Gelieferte für jede feine Tafel geeignet, manchmal ist es nur noch Resteverwertung. Bäckereien und Fleischereien der Umgebung spenden von nicht verkauften Dingen des jeweiligen Tages. Nicht verteiltes Essen aus dem Diakonissen-Krankenhaus wird an unsere Gäste weitergegeben. Die frische Wäsche fürs Nachtlager wird ausgegeben und am Morgen wieder eingesammelt. Alles Benutzte wird wieder sauber verwahrt. Die nicht verbrauchten Lebensmittel bekommen die Bewohner des Gustavheims. Nach den vielen Jahren hat sich die Logistik bewährt.

Was tun, wenn es einmal hapert, weil ein Ehrenamtlicher krank ist, wenn kein warmes Essen geliefert werden kann? Dann ist mehr als gut Gemeintes nötig – sondern gut Gemachtes. Manchmal schafft ein allein gelassener Helfer die Aufgaben nicht bis zum Schichtende. Das ist sehr selten; kommt aber vor. Das Arbeiten in der erneuerten Küche und den sanierten Nassräumen geht viel leichter von der Hand.

Jüngere, umsichtige und tätkräftige Ehrenamtliche sind eingestiegen. Sie lösen die Ur-Generation der Ersthelfer ab. Das Besondere dieser Saison ist, dass wir bis über unsere Kapazitätsgrenze Nachtgäste haben. Allen Aktiven sei gedankt, den alten Hasen, den neuen Mitmachern, den Verantwortlichen, den kritischen Beobachtern und dem Amt für Soziales der Stadt Dresden, das mehr als 90% der Finanzmittel zur Verfügung stellte für die Rekonstruktion des Duschraumes, der Toiletten und der Küche.

Ist das alles selbstverständlich?

Heide Siegemund


Was macht eigentlich der Besuchsdienst in unserer Kirchgemeinde?

Seit nunmehr 15 Jahren gibt es in unserer Kirchgemeinde den Besuchsdienst. Bei ca. 200 Besuchen jährlich, sind ungefähr 3.000 Besuche über die Jahre zusammen gekommen. Besucht werden zum einen die Kirchenglieder, die einen höheren Geburtstag feiern. Und zum anderen sind da die Neuen, die hier zugezogen sind. Seit 2 Jahren kommt der Besuchsdienst jedoch an seine Grenzen, auch aus Altersgründen. So mussten wir die Neuzugezogenen schmerzlich von unserer Liste streichen, obwohl gerade für sie eine erste Verbindung zu unserer Gemeinde wichtig wäre, auch um erste Berührungsängste zu nehmen.

Damit es weitergeht, suchen wir Mitstreiter, die sich vorstellen können, jedes Jahr 5 – 10 Besuche zu übernehmen. Es spielt keine Rolle wie alt Sie sind. Wir haben auch eine über 80-jährige in unserem Kreis, die jüngere Kirchenmitglieder besucht. Für einen Besuch gibt es kein festes Schema. Vor vielen Jahren, als ich noch mit Kinderwagen und kleinen Kindern unterwegs war, hat sich viel an der Haustür abgespielt. Heute gelingen mir die Besuche erst nach dem eigenen Feierabend oder an einem freien Tag. Mit einem kleinen Blumengruß ist schnell ein Kontakt hergestellt. Oft ergeben sich eindrucksvolle Begegnungen.

Als Gruppe von derzeit 18 Personen, treffen wir uns 2 x jährlich an einem Abend im Januar und im September zum Austausch.

Wir suchen weitere Mitstreiter und freuen uns über Ihre Mithilfe.

Bitte kontaktieren Sie mich sobald als möglich:
Jitka Barm: 0151-54716562 oder jitkav@web.de


„Fahrt ins Blaue“ mit Engagierten der Loschwitzer Gemeinde

Einige Bilder erzählen von den Zielen der diesjährigen „Fahrt ins Blaue“: Ein von allen Wettern gezeichneter Frühsommertag führte uns auf den Spuren von Clara und Robert Schumann unter die Schmorsdorfer Linde, später per pedes ins benachbarte Maxen. Herr Seidel erwies sich als Ortskenner, Herr Kocourek spielte uns virtuos auf der Maxener Orgel und Frau Dr. Niggemann erzählte uns couragiert und mit Herzblut von einer eigenständigen Kirchgemeinde durch die Zeiten – von preussisch-österreichischen Kriegstagen bis zu aktuellen Bedrängungen.

Sehr schön restauriert erlebten wir die Dorfkirche, und waren berührt davon, zu hören, dass gleich zwei Loschwitzerinnen, nämlich Frau Wölk und Frau Schneider, daran maßgeblich beteiligt waren!

Im rustikalen Dorfgasthof versorgt, reichte die Zeit sogar noch für einen abendlich-andächtigen Gang in die Röhrsdorfer Kirche. Ihr sind wir durch den in Loschwitz geborenen und dort tätig gewesenen Pfarrer Ludwig Max Heyd­rich verbunden.

An der Schmorsdorfer Linde, Ziel unserer Fahrt ins Blaue.

Ein eindrücklicher Tag neigte sich, als wir nach allem Erlebten wieder ins Elbtal rollten und uns vor unserer Kirche verabschiedeten.

Markus Deckert


Unsere Rüstzeit vom 18. bis 21.2.2019 in Leipzig/Wittenberg

Ich fand die Rüstzeit sehr schön, weil wir viel über Gott und die Welt gelernt haben. Wir sind zu einer lustigen Gruppe zusammengewachsen und haben gemeinsam eine Menge erlebt. Dabei war eine Nachtwanderung mit Filmabend in Connewitz und eine Turmbesteigung auf die Thomaskirche. Dort hat uns der Ausblick über ganz Leipzig fast den Atem geraubt. Außerdem haben wir interessante Dinge über berühmte Personen, wie z. B. Johann S. Bach, erfahren. Natürlich waren wir auch in Wittenberg und haben den Luther-Baum unserer Gemeinde gegossen. Danach besuchten wir das Panometer, die Stadtkirche und die Schlosskirche. Dabei haben wir viel über Martin Luther erfahren. Untergebracht waren wir im Missionswerk von Leipzig. In diesem Haus gab es auch ein Museum, da haben wir viel über die Geschichte der Mission erfahren. Gefrühstückt haben wir in einem Cafe Lukas. Abends verbrachten wir die Zeit auch mit lustigen Spielen und hatten dabei ein Menge Spaß. Ich hoffe, dass die nächste Rüstzeit auch so toll wird wie diese. Ein großes Dankeschön geht an die drei Teamerinnen Alma, Martha und Johanna sowie Herrn Deckert und Herrn Leinweber für die tolle Organisation, Durchführung und Begleitung unserer Rüstzeit.

Sophia, 7. Klasse


Unsere Konfi-Fahrt im Februar 2018

Mit 5 Autos ging es am 11. Februar an der Kirche los nach Rosenthal ins Rüstzeitheim.
Als wir gegen 18 Uhr angekommen sind, haben wir unsere Zimmer bezogen und uns eine halbe Stunde später im Hauptraum eingefunden. Dort wurde uns von Herrn Deckert erzählt, was wir in den nächsten Tagen machen werden und uns das Haus gezeigt. Nach dem Abendbrot konnten wir uns austoben und lernten uns bei Spielen in der Gruppe näher kennen, bis wir 22 Uhr nach dem Abendgebet schlafen gingen.

Am zweiten Tag gingen wir noch vor dem Frühstück hinüber zur angrenzenden Kirche, um ein Morgengebet zu veranstalten.

In Gruppen haben wir dann Bibel-Texte zu Wegen, auf denen Gott dabei ist, bedacht und einander sogar vorgespielt. Nach dem Mittagessen wanderten wir ins Bielatal, wo Wito und Jonas uns etwas übers Klettern und einige Felsen, die sie selber schon erklommen hatten, erklärten. Am Abend guckten wir den lustigen und auch ernsten Film „Ein Mann namens Ove“.

Am dritten Tag ging es früh wieder in die Kirche, wo wir alle zusammen Lieder gesungen und kleine Karabiner als Andenken geschenkt bekommen haben. Danach gab es Frühstück. An dem Tag war die Bennohöhle oberhalb der Ottomühle das Ziel. Wir sind in der Höhle bis zum Ende gegangen und haben uns ins Höhlenbuch eingetragen. Diese Wanderung war länger und anstrengender als gestern und wir waren alle froh, es geschafft zu haben. Am Abend ging es leider wieder zurück nach Dresden. Es waren drei schöne Tage!

Jonas – und Pfarrer Deckert

Anhängen möchte ich noch ein großes DANKESCHÖN an Martha als TEAMERIN und die beiden diesmal begleitenden Eltern, Frau Platzbecker und Herrn Leinweber, sowie an weitere chauffierende Eltern, die sich alle schnell bereitfanden und von dem empfehlenswerten Haus nun selbst einen Eindruck haben.

Die nächsten Fahrten stehen schon fest: Vom 14. – 19. Oktober lädt das Stadtjugendpfarramt Dresden ins große Konfi-Camp nach Schneeberg ein. Wer mitfahren möchte, darf die Anmeldefrist 31. Mai (!) nicht verpassen.

Die nächste Konfirmanden-Rüstzeit unserer Gemeinde wird wieder zu Beginn der Winterferien veranstaltet – die Familien der jetzigen und der angehenden (!) Siebentklässler sollten sich schon den Termin 18. – 21. Februar ’19 von geplanten Ski-Vergnügungen freihalten.

Pfarrer Markus Deckert