Wahlen für den Kirchenvorstand

Liebe Gemeinde,

2020 stehen in den Kirchgemeinden der Sächsischen Landeskirche Wahlen an! Der aktuell bestehende Vorstand arbeitet bereits im sechsten und damit letzten Jahr und nimmt nun die Neuwahl des Gremiums in den Blick. Andrea Franke wurde zur Wahlleiterin ernannt.
Nach dem vom Vorstand neu beschlossenen Ortsgesetz werden neun Vorstände gewählt und zwei weitere berufen. Der Pfarrer ist von Amts wegen Mitglied des Vorstandes.

Wahltag wird Sonntag, der 13. September sein.

Wählbar sind formell Gemeindemitglieder, die wahlberechtigt sind und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Eine Altersgrenze nach oben besteht nicht mehr! Wahlberechtigt sind alle, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, in der Wählerliste verzeichnet sind und das Wahlrecht nach kirchlicher Ordnung besitzen.

Selbstverständlich aber sind mehr als formelle Voraussetzungen für dieses verantwortungsvolle Ehrenamt wünschenswert! – Die Bereitschaft, sich mit seinen Gaben für sechs Jahre verbindlich einzubringen, gehört dabei zu den großen Herausforderungen. Doch gestandene Vorstände – manche von ihnen werden wieder kandidieren – sind gern bereit, den Neuen ihren Start zu erleichtern. Vielleicht sind Sie selbst motiviert, zu kandidieren – nur weiß es noch niemand? Vielleicht kommen Sie mit anderen ins Gespräch, die Sie für geeignet halten? Aus dem Vorstand heraus werden Gespräche zur Gewinnung von Kandidierenden schon jetzt geführt.

In nächsten GEMEINDEBRIEF, so steht zu hoffen, stellen sich uns so viele Kandidatinnen und Kandidaten vor, dass eine wirkliche Wahl gegeben ist.
Von den elf gewählten Loschwitzer Kirchenvorständen werden nach aktuellem Stand fünf wieder kandidieren. So bedarf es für eine Wahl, die sich Wahl nennen kann, bis 15. Mai mindestens noch sieben, besser noch weiterer Kandidierender.
Deren Vorstellung ist außerdem im Zusammenhang zweier Gottesdienste vorgesehen: An den Sonntagen 12. Juli und 16. August.
Unserer Gemeinde ist zu wünschen, dass sich viele an der Gewinnung von Kandidaten und dann an deren Wahl beteiligen. So erhält unsere Gemeinde auch für die kommenden Jahre ein Leitungsgremium, durch das Sie sich gut vertreten wissen können! Zu den Details des Wahlvorganges, der Möglichkeit der Briefwahl etc. informieren wir Sie mit dem nächsten GEMEINDEBRIEF!

Der neue Kirchenvorstand wird am 1. Advent 2020 eingeführt. Gebe Gott seinen Segen zu allem heißen Bemühen um diesen nun vor uns liegenden Prozess!

Andrea Franke, Markus Deckert


Fragen an bisherige Kirchvorstände

Zwei in der vergangenen Legislatur nachberufene Kirchvorstände, Andrea Bachmann und Reinhard Decker, wurden für diese Ausgabe des GEMEINDE­BRIEFES kurz befragt. Deren Antworten könnten die interessieren, die sich in den kommenden Wochen einer Anfrage gegenübersehen, die Kandidatur für den neuen Kirchenvorstand betreffend.

Was sind Deine Erfahrungen, wie war es in den letzten Jahren, Vorstand zu sein?

AB: Viel interessante, zum Teil anstrengende Arbeit mit netten Menschen.

RD: Als ich vor drei Jahren in der Mitte der Legislaturperiode in den Kirchenvorstand berufen wurde, ahnte ich nicht, in welche strukturelle Gemengelage innerhalb der Landeskirche ich hineingeraten würde. Als Mitglied eines KV ist man das letzte Glied in der Kette der Entscheidungsfindungen. Auf gemeindlicher Ebene lässt sich manches bewegen, darüber hinaus eher gar nicht.

Was für Fähigkeiten werden denn besonders gebraucht für solch eine Aufgabe?

AB: Durchhaltevermögen, Pragmatismus, Freude an der Arbeit in der Gemeinde und eine gesunde Portion Optimismus.

RD: Im Paulinischen Sinne möchte ich antworten: Viele Gaben – ein Geist. Gefragt sind vor allem Herz, Sinn, Verstand und Engagement für unsere lebendige Gemeinde.

Was könnte motivieren, auch für eine Zeitspanne von sechs Jahren JA zur Kandidatur zu sagen?

AB: Es ist eine Zeit, in der man etwas bewegen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen kann. Mitwirkung ist bei wichtigen Entscheidungen gefragt und es kann die Möglichkeit geben, eigene Ideen und Visionen in die Gemeinde hineinzutragen und gemeinsam zu verwirklichen.

RD: Nach der zaghaft begonnenen Verschwisterung mit Hosterwitz sehe ich in der nun vor uns liegenden Phase der verordneten Regionenbildung mit drei weiteren Schwesterkirchgemeinden eine vordringliche Aufgabe im Substanzerhalt, insbesondere der Kirchenmusik und der Gemeindepädagogik, sowie einer hoffentlich guten Weiterentwicklung aller Bereiche unserer Loschwitzer Kirchgemeinde.


Der Loschwitzer Kirchenvorstand zum Abschluss seiner intensiven Klausur im Ta­gungshaus Schmochtitz bei Bautzen in einer sonnigen Mittagsstunde am 12. Januar – geschafft und guter Dinge. Von links nach rechts: Jenny Burckhardt, Jens Leinweber, Andrea Franke, Regine Hartfiel, Paul-Gerhard Weber, Reinhard Decker, Ortrun Winkler, Rainer Staudt, Frank Proposch.

Die Mitarbeitenden der Gemeinde waren am Tag zuvor unsere Gäste gewesen. Von den Vorständen hatten Andrea Bachmann und Christoph Beyer schon abreisen müssen. Und von Pfarrer Markus Deckert gibt es hier nur den Schatten des Photographen zu sehen.

Das letzte mehrtägige Zusammensein des Vorstandes in dieser Besetzung war dem Rückblick auf die Legislatur und der Standortbestimmung unserer Gemeinde gewidmet. Kurz nach dem Übergang in die neue Struktur gehörten grundsätzliche und ganz alltagspraktische Fragen auf unsere Tagesordnung. Entlang des Jahres­planes wurden Beschlüsse gefasst und Schwerpunkte diskutiert. Und nicht zuletzt ging immer wieder die Frage nach dem, was in diesem ehrenamtlichen Tun für die Gemeinde motiviert – und was neue, nächste Kirchvorstände zum Mittun motivieren könnte – mit.