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Kirchgeschichte



Das älteste, uns bekannte Foto.


Bis 1704 gehörten die Einwohner der Weinbaudörfer Loschwitz und Wachwitz zur Gemeinde Dresden. Da die Bevölkerung Dresdens und der Dörfer stark gewachsen und die mittelalterliche Dresdner "Frauenkirche" zu klein geworden war, bekamen Wachwitz, Loschwitz und der Gasthof "Zum weißen Hirsch" mit zugehörigem Anwesen die Auspfarrgenehmigung. Verbunden mit der Auspfarrgenehmigung war die Baugenehmigung für eine Kirche in Loschwitz. Mit dem Bau wurden der Ratsmaurermeister Johann Christian Fehre und der Ratszimmermeister George Bähr beauftragt.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. Juni 1705, die endgültige Fertigstellung
war am 3. August 1708. Die Orgel wurde wegen Geldmangel erst 1733 eingebaut.

1898/99 wurde die Kirche erneuert, dabei wurde der Innenraum der Kirche vollständig umgestaltet. Er wurde dem Zeitgeschmack entsprechend prunkvoll ausgebaut, die alte Innenausstattung einschließlich der Orgel entfernt und durch eine üppige mit zusätzlichen Rahmungen, Stukkaturen und Vergoldungen ersetzt.




Die zerstörte Kirche.

 
Am 13. Februar 1945 wurde die Kirche von Brandbomben getroffen und brannte vollständig aus. Noch im August 1945 wurde die Ruine vom Schutt beräumt und das Mauerwerk gesichert. es wurden verschieden Anläufe unternommen, die Kirche wieder aufzubauen, die aber alle scheiterten.

Nach einem zweijährigen Arbeitseinsatz der "Jungen Gemeinde" konnte auf die Ruine ein neues Geläut aufgesetzt und die noch relativ gut erhaltene Sakristei als erster funktionsfähiger Raum ausgebaut werden. Am 2. November 1969 fand die Weihe des Geläuts unter großer Anteilnahme der Gemeinde statt.

1978 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt, 1985 nahm die Gemeinde einen erneuten Anlauf zum Wiederaufbau. 1991, beim 1. Elbhangfest, konnte der symbolische Grundstein zum Wiederaufbau gelegt werden. Am 2. Oktober 1994 erfolgte die Wiederweihe der Kirche, er beendete den 1. Bauabschnitt, den Aufbau und die äußere Wiederherstellung der Kirche.


Hinweis


In der Reihe "Kleine Kunstführer", Verlag Schnell und Steiner GmBH Regensburg, ist 1994 das Bändchen (Nr. 2170) "Die Kirche zu Dresden-Loschwitz" von Eberhard Münzner erschienen. Dort beschreibt Herr Münzner die Kirche, den Bau 1705, die Erneuerung 1898/99, Zerstörung 1945 und die verschiedenen Anläufe zum Wiederaufbau 1969, 1984 und 1990 bis zur Wiederweihe 1994. Um den Text (ohne die Abbildungen) der Broschüre zu laden, klicken Sie bitte h i e r .
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