Musikalische Vespern in der Loschwitzer Kirche

Seit Anfang Juni gibt es in unserer Loschwitzer Kirche als eine neue Veranstaltungsreihe die Musikalischen Vespern am Freitagabend. Ursprünglich nur für den Juni als Wiederstart in das musikalische Leben nach der Corana-Zwangspause gedacht, war und ist der Zuspruch so gut, dass wir uns entschieden haben, diese Reihe bis in den September hinein fortzusetzen – ab dem Beginn der Sommerferien im 14-tägigen Rhythmus.
Es ist ein Angebot, am Ende der Woche beim Abendläuten zur Ruhe zu kommen und eine halbe Stunde auf ganz unterschiedliche Musik und Texte zu hören.
Unterstützt werden wir dabei von der Hofmusik Dresden e.V. und Künstlern vom Elbhang und darüber hinaus.
Vielleicht gibt es diese Vespern dann auch im nächsten Jahr wieder.
Hier die Termine für die noch kommenden Vespern 2020:

Freitag 14. August, 18 Uhr
Isabel Schicketanz, Sopran
Anne Schumann, Violine
Sebastian Knebel, Orgel

Freitag 28. August, 18 Uhr
Ensemble Chiaroscuro

mit Adela Drechsel, Barockvioline
Uta-Maria Lempert, Barockvioline
Katrin Meingast, Barockcello
Judit Izsak, Cembalo

Freitag 11. September, 18 Uhr
Tobias Braun, Orgel

Freitag 25. September, 18 Uhr
N.N.

Am Ausgang wird um eine Kollekte gebeten.


Sonnabend, 12. September, 17 und 19 Uhr
Das späte Genie: JAN DISMAS ZELENKA
Konzert zum 275. Todestag des Komponisten

Dresdner Barockorchester Leitung Margret: Baumgartl

Er gilt als einer der interessantesten Künstler des Barockzeitalters, seine emotionsgeladene und virtuose Musik reißt das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin: Jan Dismas Zelenka. Zu Lebzeiten hatte der in Böhmen geborene Kontrabassist und Komponist jedoch einen schweren Stand. Am Dresdner Hof, wo er viele Jahre seines Lebens verbrachte, konnte man mit den außergewöhnlichen Klängen wenig anfangen und bevorzugte eher die melodiöse, gefällige Tonsprache von Johann Adolf Hasse.

Das Dresdner Barockorchester widmet Jan Dismas Zelenka aus Anlass seines 275. Todes­tages ein ganzes Konzert. Auf dem Programm stehen dabei nicht nur seine eigenen Werke, sondern auch Instrumentalstücke von Lehrern und Kollegen. So entsteht ein vielfältiger Klangkosmos, der nicht zuletzt einen interessanten Blick auf die Musikkultur des Dresdner Hofes am Anfang des 18. Jahrhunderts wirft.

Eintrittskarten für 15,– (erm. 10,–) EUR an allen VVK-Stellen und an der Abendkasse. Die Zahl der Besucher/innen ist aufgrund der geltenden Maßnahmen eingeschränkt!


Sonnabend, 3. Oktober, 17 Uhr

Corno barocco
Konzert für Corno da caccia und Orgel

Ronald Kick, Corno da caccia;
Tobias Braun, Orgel

Es erklingen u.a. Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann

Eintritt frei. Um eine Kollekte wird herzlich gebeten.


Sonntag, 11. Oktober 2020, 17 Uhr
PASSACAGLIE D’AMORE
Alte und neue Lieder von Liebe und Leben

Heidi Maria Taubert, Sopran Instrumenta Musica

„Passacaglie d‘amore“ ist der Titel der neuen CD und des gleich­namigen Konzertprogramms der Sopranistin Heidi Maria Taubert und des Frühbarockensembles Instrumenta Musica unter Leitung des Posaunisten Ercole Nisini.

Die Liebe – ihre Schmerzen und Freuden, aber auch ihre unterschiedlichsten Ausprägungen, gegründet auf ein glückliches oder grausames Schicksal – ist der erzählerische Grund dieses Programmes, das Musik von Tarquinio Merula, Biagio Marini, Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi, Johann Philipp Krieger und Barbara Strozzi vereint. Alle Stücke wurden über Ostinati des 16. und 17. Jahrhunderts, also über ständig wiederkehrende Bassmotive, komponiert – vor allem als Passacaglien und Ciacconas. Wie ein Leitmotiv führt eine bekannte Melodie durch das Programm. In Italien kennt man sie als „La Monica“, in Frankreich als „Une jeune fillette“. Die Melodie entstand vor über fünfhundert Jahren in Italien und erzählte zunächst als Volkslied von den Leiden eines Mädchens, das gegen seinen Willen Nonne werden soll. Später „wanderte“ sie in vielen Formen mit unterschiedlichen Texten durch Europa und wurde sogar in ein Kirchenlied mit dem Text „Von Gott will ich nicht lassen“ verwandelt. Auch bekannten Komponisten wie Frescobaldi und Marini diente sie als Inspiration für eigene Werke.

In verschiedenen instrumentalen Variationen leitet diese Melodie den Hörer durch das Programm, in dem die die kristallklare und inspirierende Stimme der Sopranistin Heidi Maria Taubert die Hauptrolle übernimmt. Ihr Timbre fügt sich perfekt in die sonore Klangfülle des Instrumentalensembles. Die Besetzung der Instrumenta Musica mit Hackbrett, Violine, Viola da braccio, Posaune, Harfe, Orgel, Cembalo und historischem Schlagwerk vereint die gesangliche Melodiösität der Streichinstrumente und Posaune mit Perkussivität und den himmlisch-harmonischen Klängen von Psalter und Harfe.

Heidi Maria Taubert und Ercole Nisini erscheinen nicht nur als Interpreten, sondern haben auch eigene Kompositionen zum Programm beigesteuert, die die Gestalt der Passacaglia aufgreifen. Sie übertragen damit eine uralte musikalische Form ins Hier und Jetzt und zeigen, dass die Liebe selbstverständlich ein immer aktuelles Thema ist und durchaus auch überirdische, spirituelle Form annehmen kann.

Ein Programm, das sowohl musikalisch als auch durch die Tiefe und Intensität seiner Texte überzeugt.

Eintrittskarten: 18 € und 12 € (ermäßigt) an der Abendkasse


Vorschau:

Montag, 30. November 2020, 19.30 Uhr

Freuen Sie sich wieder auf
Bald ist Niklausabend da .. Sächsische und andere Variationen zum Advent“
Ein heiterer Abend mit Schauspieler Tom Pauls, Pfarrer Joachim Zirkler und Organist Thomas Lennartz ..

Informationen zum Vorverkauf nicht vor Mitte September!