Sonntag, 11. Oktober 2020, 17 Uhr
PASSACAGLIE D’AMORE
Alte und neue Lieder von Liebe und Leben

Heidi Maria Taubert, Sopran; Instrumenta Musica

„Passacaglie d‘amore“ ist der Titel der neuen CD und des gleich­namigen Konzertprogramms
der Sopranistin Heidi Maria Taubert und des Frühbarockensembles Instrumenta Musica
unter Leitung des Posaunisten Ercole Nisini.

Die Liebe – ihre Schmerzen und Freuden, aber auch ihre unterschiedlichsten Ausprägungen, gegründet auf ein glückliches oder grausames Schicksal – ist der erzählerische Grund dieses Programmes, das Musik von Tarquinio Merula, Biagio Marini, Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi, Johann Philipp Krieger und Barbara Strozzi vereint. Alle Stücke wurden über Ostinati des 16. und 17. Jahrhunderts, also über ständig wiederkehrende Bassmotive, komponiert – vor allem als Passacaglien und Ciacconas. Wie ein Leitmotiv führt eine bekannte Melodie durch das Programm. In Italien kennt man sie als „La Monica“, in Frankreich als „Une jeune fillette“. Die Melodie entstand vor über fünfhundert Jahren in Italien und erzählte zunächst als Volkslied von den Leiden eines Mädchens, das gegen seinen Willen Nonne werden soll. Später „wanderte“ sie in vielen Formen mit unterschiedlichen Texten durch Europa und wurde sogar in ein Kirchenlied mit dem Text „Von Gott will ich nicht lassen“ verwandelt. Auch bekannten Komponisten wie Frescobaldi und Marini diente sie als Inspiration für eigene Werke.

In verschiedenen instrumentalen Variationen leitet diese Melodie den Hörer durch das Programm, in dem die die kristallklare und inspirierende Stimme der Sopranistin Heidi Maria Taubert die Hauptrolle übernimmt. Ihr Timbre fügt sich perfekt in die sonore Klangfülle
des Instrumentalensembles. Die Besetzung der Instrumenta Musica mit Hackbrett, Violine, Viola da braccio, Posaune, Harfe, Orgel, Cembalo und historischem Schlagwerk vereint die gesangliche Melodiösität der Streichinstrumente und Posaune mit Perkussivität und den himmlisch-harmonischen Klängen von Psalter und Harfe.

Heidi Maria Taubert und Ercole Nisini erscheinen nicht nur als Interpreten, sondern haben auch eigene Kompositionen zum Programm beigesteuert, die die Gestalt der Passacaglia aufgreifen. Sie übertragen damit eine uralte musikalische Form ins Hier und Jetzt und zeigen, dass die Liebe selbstverständlich ein immer aktuelles Thema ist und durchaus auch über­irdische, spirituelle Form annehmen kann.

Ein Programm, das sowohl musikalisch als auch durch die Tiefe und Intensität seiner Texte überzeugt.

Eintrittskarten: 18 € und 12 € (ermäßigt) an der Abendkasse


Sonntag, 8. November, 16 Uhr
BACHS SCHÜLER
Kammermusik zum 300. Geburtstag von Johann Friedrich Agricola

mit Solisten des Dresdner Barockorchesters

Anne Freitag: Flöte
Margret Baumgartl: Violine
Alma Stolte: Violoncello
Sebastian Knebel: Cembalo

Eintrittskarten zu 15,– / erm. 10,– EUR an allen VVK Stellen,
unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

Johann Sebastian Bach war nicht nur ein genialer Komponist und Virtuose, sondern hat auch in seinem Wirken als Lehrer viele Spuren hinterlassen. Einer seiner bedeutendsten Schüler war zweifellos der Altenburger Hofbeamtensohn Johann Friedrich Agricola, dessen Geburtstag sich 2020 zum 300. Mal jährt. Agricola nahm während seines Jurastudiums in Leipzig bei Bach Instrumental- und Kompositionsunterricht und spielte mehrere Jahre auch in dessen Collegium musicum mit. Als Kammermusiker und später Hofkapellmeister des preußischen Kurfürsten Friedrich II. hatte er enge Kontakte zu wichtigen Zeitgenossen wie Johann Joachim Quantz, Carl Heinrich Graun und Carl Philipp Emanuel Bach. Agricola komponierte vor allem Opern, Oratorien und Lieder und hinterließ nicht zuletzt einige wichtige musiktheoretische Schriften, darunter eine Biographie des Dresdner Konzertmeisters Johann Georg Pisendel.

Das Programm am 8. November schlägt den musikalischen Bogen von Johann Sebastian Bach zu Johann Friedrich Agricola, außerdem erklingen Werke der Kollegen Carl Heinrich Graun und Carl Philipp Emanuel Bach. Die Zuhörer sind herzlich eingeladen auf eine spannende musikalische Entdeckungsreise – fernab altbekannter Pfade!


Sonnabend, 28. November, 18 Uhr
Orgelvesper zum Adventsauftakt

Kantor Tobias Braun


Sonnabend, 5. Dezember, 17 Uhr
Adventsvesper des Elbhangposaunenchores Loschwitz/Wachwitz

Leitung: Volker Kaufmann,
Kantor Tobias Braun an der Wegscheider-Orgel


Abgesagt – und hoffentlich ,nur‘ verschoben!

Nach den Absagen des Bachchoir Houston im Juni und der Lübecker Knabenkantorei für ein Konzert im Juli in unserer Loschwitzer Kirche muss zu weiteren schmerzenden Absagen informiert werden:

  • 30. November: Abend mit Tom Pauls und Pfarrer Zirkler
  • 28. November: Stadtsingechor Halle
  • 13. Dezember: Kammerensemble Universitätschor Dresden
  • 26./27. Dezember: Vocal Concert Dresden

Musikalische Vespern am Freitagabend

Wenn Sie diesen Gemeindebrief in den Händen halten, ist die Reihe der Musikalischen Vespern am Freitagabend für das Jahr 2020 schon Geschichte.

Nach der Corona-Zwangspause entstanden, haben diese gut halbstündigen Musiken, die auch Lesung, Gebet und Segen enthalten, einen festen Platz im Leben vieler Gemeindeglieder, aber auch darüber hinaus, gefunden. Danke an dieser Stelle nochmal allen Mitstreitern, Musikern und dem Verein Dresdner Hofmusik e.V., die diese Abende ermöglichten.

Die Vespern soll es auch im nächsten Jahr und hoffentlich den folgenden Jahren wieder geben, immer aller zwei Wochen zwischen Pfingsten und Erntedank.

Der erster Termin zum Vormerken: Freitag, 28. Mai 2021, nach dem Abendläuten.

In Dankbarkeit und Vorfreude Ihr/Euer Kantor Tobias Braun