Konzerte in Loschwitz

Alle Veranstaltungen finden unter Vorbehalt und unter Beachtung des Hygieneschutzes statt.
Die Vorschriften können sich jederzeit ändern.


Wort und Musik zum Abendläuten

Freitag, 3. September
Anne-Kathrin Tietke, Laute

Freitag, 17. September
Tobias Braun, Orgel

Freitag, 1. Oktober
Quartetto Folia


Sonnabend, 18. September,
voraussichtlich 17 und 19.30 Uhr

GIPFELTREFFEN
Haßler – Praetorius – Schütz
Vocal Concert Dresden
Cappella Sagittariana Dresden
Leitung: Peter Kopp

Ab 1611 gaben sich am Dresdner Hof drei Größen der Musikgeschichte quasi die Türklinke in die Hand: Hans Leo Haßler, der die Orgel in der Kapelle des Residenzschlosses plante und dem sächsischen Kurfürsten mehrere kunstvolle Werke widmete. Michael Praetorius, der die Mehrchörigkeit als prägendes Kompositions- und Aufführungsprinzip einführte und als Kapellmeister von Hause aus große Festmusiken schuf. Heinrich Schütz, der fast 60 Jahre am Hof wirkte, den modernen italienischen Musikstil ins Deutsche übertrug und zu höchster Vollendung führte.
Das Konzert vermittelt einen kleinen Einblick in diese einzigartige Glanzzeit der Dresdner Musikgeschichte. Im Zentrum steht dabei Michael Praetorius, dessen 450. Geburtstag und 400. Todestag sich 2021 jähren.

Kartenvorverkauf:

Konzert 17 Uhr

Konzert 19.30 Uhr


Montag, 4. Oktober, 18 Uhr,
Großer Saal der Kirchgemeinde Loschwitz

Vortrag im Rahmen der 25. Jüdischen Musik- und Theaterwoche Dresden

Dr. Herbert Lappe (Dresden)
JUDE BLEIBEN – DEUTSCHER WERDEN

250 Jahre deutsch-jüdische Geschichte
auf den Spuren meiner Vorfahren.

Eduard Lappe, geb. 1838 in Breslau, gest. 1903 in Dresden

Sowohl Antisemiten wie auch übereifrige Judenfreunde unterscheiden zwischen Juden und Deutschen. Bis heute, wie Diskussionen über das Jüdische Museum in Dresden zeigen.
Anhand der Entwicklung meiner Familie zeichne ich den Weg nach: Von geduldeten Juden hin zu Deutschen jüdischer Konfession – bis die Nazis meinen Vorfahren die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

Dr. Herbert Lappe war langjährig Mitglied in Vorstand und Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde Dresden und Vertreter der Jüdischen Gemeinden Sachsens in der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.


Montag, 4. Oktober, 20 Uhr
in der Loschwitzer Kirche

Konzert im Rahmen der 25. Jüdischen Musik- und
Theaterwoche Dresden CONCERTO FOSCARI

(Deutschland, Israel, Japan, Niederlande, Serbien)
& Christine Hoppe (Dresden)

In dialogo
Musik und Lesung zum christlich-jüdischen Religionsgespräch von 1704

Das Programm »In dialogo« verbindet Auszüge aus einem am 21. Juli 1704 im Hannoveraner Stadtschloss gehaltenen Gespräch zwischen Juden und Christen mit Musik von Salomone Rossi (um 1570 – um 1630) und Johann Rosenmüller (um 1617 – 1684). Rossi gilt als der repräsentativste jüdische Musiker des Barock sowie der erste – soweit heute bekannt –, der polyphone Musik explizit für die Synagoge komponierte. Rosenmüllers Œuvre umfasst neben seinen überwiegend geistlichen Werken virtuoseste Instrumentalmusik.

Am kurfürstlichen Hof zu Hannover herrschte damals Nicht-Religionsfreiheit. Unter solchen Bedingungen ist kein weiteres Religionsgespräch zwischen Juden und Christen überliefert. Das macht das historische Dokument, aus dem die gelesenen Texte stammen, zu einem einzigartigen Zeugnis und berührt Fragen, die auch heute noch den Dialog zwischen Juden- und Christentum betreffen.