Liebe Loschwitzer und Wachwitzer Gemeindemitglieder,
liebe Zugemeindeten dies- und jenseits der Elbe,

ich sehe uns noch vor einem Jahr .. Wer war da nicht aufgewühlt und unsicher angesichts der ungewohnt bedrängenden Situation? Das Kirchgeldanschreiben verpackten wir zum Pfingstfest besser in einem Hoffnungsbrief. Doch – was war zu hoffen?

Wahrscheinlich haben viele die Hoffnung geteilt, die seltsam herausfordernde Situation mit dem neuartigen Virus hätten wir binnen einiger Monate überwunden. Darin sollten sie sich irren. Inzwischen kenne ich niemanden mehr, der an ein Ende der neuen Normalität glaubt.

Dennoch: Wieder haben wir Ostern gefeiert. In diesem Jahr die Kirchentüren geöffnet und die Feier des Ostermorgens gleich auf den Friedhof verlegt. Ein stiller Gang hatte schon am Karfreitag dorthin geführt, durch die Straßen, das Tragekreuz vornweg. Verlässlich feiern wir Sonntag für Sonntag Gottesdienst. Wagen einen 2. Loschwitzer Musiksommer mit einer Reihe Musikalischer Vespern. Anfang Mai ermöglichen wir erste Konfirmationen.

Wieder gehen wir durch Frühlingwochen. Zwitschern uns morgens Vögel aus den Gärten ihr Lied, blüht es wieder allerorten. Und doch bleibt es eine unverändert herausfordernde Zeit: Werden Kinder nur im Wechselmodell oder garnicht in die Schule eingeladen, bedarf es derzeit des aktuellen Tagestestes für Einkäufe und mehr.

Als für die Angebote der Kirchgemeinde Verantwortliche ringen wir sehr darum, es möglichst vielen recht zu machen. Das kann manchmal nicht gut gehen. Wir sind Teil der gesellschaftlichen Debatte und nicht immer gut darin, einander bis zu Ende zuzuhören. Hinter geplanten Tauf- und Trauterminen wachsen immer wieder Fragezeichen – nicht, weil die Brautpaare sich nicht mehr mögen oder der Taufwunsch nicht mehr besteht. Aber – feiern? Soll sich das nicht ganz anders anfühlen, als sich maskiert und begrenzt zu begegnen?

Trotz allen Fragens und Bangens und Klagens gibt es auch Grund, dankbar zu sein. Mit diesem Brief danken wir Ihnen allen, die Sie sich im vergangenen Jahr nicht lange haben bitten lassen. Mancher hat zwar noch auf den ´richtigen` Kirchgeldbrief gewartet, der dann im Spätsommer an die versandt wurde, die noch nicht reagiert hatten. Aber wieder wurde die Bitte so genau gehört, dass ein eindrückliches Ergebnis erzielt wurde. Diesmal kommt der Brief gleich im Frühjahr – im vertraut schlichten Gewand. Und wieder enthält er die Bitte, Ihrer Gemeinde zu dem finanziellen Spielraum zu verhelfen, der es möglich macht, den sich stellenden Aufgaben gerecht zu werden.

Wie Sie auch im GEMEINDEBRIEF lesen, ist die für 2022 geplante Außen-Instandsetzung der Kirche 27 Jahre nach ihrer Einweihung das nächste große Projekt. Sogar noch viel mehr Herzblut bedarf das Miteinander in der Gemeinde. Gibt es eigentlich noch eine Kantorei, gibt es noch Gruppen, wenn sie sich schon ein Jahr lang kaum mehr treffen durften?

Werden wir wieder fröhlich und entspannt Abendmahl feiern? Wird es gelingen, die so verschieden Denkenden und Empfindenden, die doch allesamt miteinander Christenmenschen sind, ins Gespräch zu bringen und gar versöhnende Schritte zu gehen?

Wenn die Zeit kommt, sich wieder zu begegnen und wir an die Instandsetzung des einstmals blühenden Gemeindelebens gehen, dann sollen dem nicht finanzielle Engpässe im Weg stehen. In diesem Sinn erbitten wir Ihren freiwilligen Beitrag für 2021.

Vergelt es Gott, wenn wir Geld von Ihnen erhalten! Wir versprechen, es gut zu verwalten und bedacht einzusetzen.

Lassen Sie sich grüßen und einladen! Wir mühen uns darum, um den Nosseni-Altar einen angemessenen Schutzraum anzubieten. Damit unsere Seelen auch in dieser Zeit genährt werden und wir miteinander behütet durch diese Zeit hindurchfinden. 

Herzlich grüßend,              Ihr Pfarrer Markus Deckert


Konto für Kirchgeld und Spenden:

KD-Bank – Bank für Kirche und Diakonie
BIC GENODED1DKD
IBAN DE80 3506 0190 1601 9000 21

Kennwort: „Kirchgeld“ oder „Spende für …“