Gert Bamler, 56 Jahre, Leiter Kläranlagenbetrieb
Ich bin dankbar, vor inzwischen fast 10 Jahren den Weg in die Kirchgemeinde Loschwitz gefunden zu haben. Die Erfahrungen seitdem ermutigen mich, nun selbst mehr für die Gemeinde zu tun als die bisherige Hilfe beim Verteilen der Kirchennachrichten. Was in den letzten Jahren und Jahrzehnten durch die Kirchgemeinde am Elbhang erreicht wurde, kann man kaum genug würdigen. Dies für die Zukunft zu sichern und mit Blick auf die Demografie nach weiteren Wegen für eine lebendige und zukunftsfähige Gemeinde zu suchen, sehe ich als wichtig an. Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich im Kirchenvorstand einen Betrag auch dafür leisten könnte, dass Andere Glauben und Gemeinde wieder oder überhaupt erst neu entdecken.


Christoph Beyer, 45, Lehrer
Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil das eine gute Aufgabe für und in der Gemeinde ist und es mir in den letzten 12 Jahren oft Freude gemacht hat.
Ich habe mich in den letzten Jahren weitestgehend erfolgreich um den Erhalt der Gebäude der Kirchgemeinde bemüht und würde das auch weiterhin tun.


Reinhard Decker, 68 Jahre, Rentner
Der gemeinsame erfolgreiche Kampf für den Erhalt unserer Kantorenstelle motiviert mich, erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Den besonderen Stellenwert der
Kirchenmusik für unsere Gemeinde gilt es zu bewahren und mit Ausstrahlung über die Region hinaus auszubauen. Dafür sind Kirchenmusikausschuss und Förderkreis wichtige Instrumentarien. In beiden Gremien sehe ich den Schwerpunkt meiner Arbeit. Darüber hinaus liegt mir das verständnisvolle Miteinander in unserer lebendigen Gemeinde am Herzen.


Jens Leinweber, 53 Jahre
Ich möchte für eine weitere Legislaturperiode kandidieren, da mir die ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde viel Freude macht. Seit November 2001 leben wir in Loschwitz. Wir haben hier viele Freunde und Menschen kennengelernt und wurden in der Gemeinde damals sehr gut aufgenommen. Mit der Arbeit im Kirchenvorstand möchte ich mithelfen die Gemeinde weiter zu stärken, wobei ich meinen Platz in den praktischen Dingen sehe.


Cornelia Rabeneck, 47 Jahre, Bereichsdezernentin Medizin an der TU Dresden, Leiterin der Verwaltung der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden
Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil dies eine Möglichkeit ist, mich aktiv in die Gemeindearbeit der Kirchgemeinde einzubringen. Ich würde mich freuen, wenn die Loschwitzer Kirche als Ort des Wortes und der Musik wahrgenommen wird. Ein Ort, der einlädt zum Innehalten, Atemholen, Krafttanken.


Robert Sobotta, 52 Jahre
Nichts spricht dagegen, mitzumachen! Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, um die Vielfalt in diesem Gremium zu stärken. Die kirchlichen und sozialen Aktivitäten sichtbarer und eventuell mit weiteren Anknüpfungspunkten in die Loschwitzer und Dresdner Öffentlichkeit einzubringen, darin sehe ich ein Feld, bei dem ich mithelfen könnte. Meine Erfahrungen in der internationalen Kulturarbeit und Verwaltung könnten helfen, gemeinsam Ideen weiter zu entwickeln, wie die Gemeinde mit ihrer großen Tradition und starken Gemeinschaft noch heller zeigen kann, was sie ist und bietet!


Rainer Staudt, 55, Dipl.-Kaufmann
Wenn ich gewählt werde, will ich den seelsorgenden und verkündigenden Mitarbeitern bei Organisations- und Verwaltungsaufgaben soweit wie möglich den Rücken für die Erfüllung ihrer Kernaufgabe freihalten. Weiter will ich einen Beitrag zur geistlichen Entwicklung für eine freund­liche
und einladende Gemeinde leisten. Damit wir eine starke Gemeinde im neuen Schwesterkirchverhältnis werden.


Paul-Gerhard Weber, seit 30 Jahren Kirchvorsteher
Nach dem Wiederaufbau der Loschwitzer Kirche habe ich meine ganze Kraft für die Stiftung KiGeLo eingesetzt.
Mit großer Freude singe ich in der Kantorei Loschwitz, arbeite im Kirchenmusik-Ausschuss des Kirchenvorstands und im Besuchsdienst der Kirchgemeinde mit. Durch das Konfirmanden-Kolloquium bin ich auch mit den Jugendlichen in der Kirchgemeinde verbunden.
Deshalb kandidiere ich für den neuen Kirchenvorstand.


Susanne Wiede, 65 Jahre
als Zurückkehrende nach 35 Jahren erlebe ich mich in Dresden und der von mir gewählten Kirchengemeinde willkommen und bin an den Menschen und deren Lebensgeschichten sehr interessiert. Insbesondere freue ich mich über die Verbundenheit der liturgischen Praxis in der Kirchenmusik.
Nach beruflichen Werdegang an einer Universität im Bereich der Psychotherapie und Psychosomatik, möchte ich mich mit den Fragen der Kirchengemeinde zum Zusammenschluss der einzelnen Gemeinden und Ökumene engagieren.


Ortrun Winkler, geb. 16.11.1964,
Diplomingenieur für Verfahrenstechnik
Seit 2008 arbeite ich im Kirchenvorstand und im Finanzausschuss unserer Gemeinde mit. Die Verwirklichung unserer Wünsche mit den uns gegebenen Möglichkeiten liegt mir am Herzen. Dafür und für ein lebendiges Gemeindeleben möchte ich mich auch in den kommenden Jahren im Rahmen des Kirchenvorstandes wieder einsetzen.


Vorbereitung der Kirchenvorstandswahl am 13. September

Zur den sechs Kandidierenden, die sich hier vorstellen, treten, so hoffen wir, noch weitere fünf bis sieben, damit es auch wirklich eine ,Wahl‘ im September wird. Laut Loschwitzer Ortsgesetz, das der Kirchenvorstand neu gefasst hat, werden nach der Wahl durch die dann Gewählten zwei weitere Mitglieder durch Berufung bestimmt.

Nach Beschluss der Sächsischen Landessynode sind sowohl Kandidaturen ohne Altersbegrenzung ,nach oben‘ möglich als auch ist zwingend vorgesehen, daß jedem neuen Vorstand ein Jugendvertreter / eine Jugendvertreterin angehört. Als jugendlich darf gelten, wer das 27. Lebensjahr noch nicht überschritten hat.

Die zweite Gruppe der Kandidierenden wird im nächsten GEMEINDEBRIEF vorgestellt – und alle Kandidierenden haben Gelegenheit, sich zu den Gottesdiensten am 12. Juli und 16. August der Gemeinde vorzustellen.

Die im März vollzogene Wahl einer neuen Landessynode hat im Ergebnis für unseren Kirchenbezirk Dresden-Nord den Radebeuler Pfarrer Björn-Hendrik Fischer, die Referentin im Finanzministerium Claudia Hultsch und den Projektmanager Dr. Florian Reißmann zu ,unseren‘ gewählten Landessynodalen be­stimmt. Die 28. Landessynode, die rund 560 Kirchgemeinden und Kirchspiele vertritt, soll am 27. und 28. Juni in Dresden erstmals tagen.


Fragen an bisherige Kirchvorstände

Zwei in der vergangenen Legislatur nachberufene Kirchvorstände, Andrea Bachmann und Reinhard Decker, wurden für diese Ausgabe des GEMEINDE­BRIEFES kurz befragt. Deren Antworten könnten die interessieren, die sich in den kommenden Wochen einer Anfrage gegenübersehen, die Kandidatur für den neuen Kirchenvorstand betreffend.

Was sind Deine Erfahrungen, wie war es in den letzten Jahren, Vorstand zu sein?

AB: Viel interessante, zum Teil anstrengende Arbeit mit netten Menschen.

RD: Als ich vor drei Jahren in der Mitte der Legislaturperiode in den Kirchenvorstand berufen wurde, ahnte ich nicht, in welche strukturelle Gemengelage innerhalb der Landeskirche ich hineingeraten würde. Als Mitglied eines KV ist man das letzte Glied in der Kette der Entscheidungsfindungen. Auf gemeindlicher Ebene lässt sich manches bewegen, darüber hinaus eher gar nicht.

Was für Fähigkeiten werden denn besonders gebraucht für solch eine Aufgabe?

AB: Durchhaltevermögen, Pragmatismus, Freude an der Arbeit in der Gemeinde und eine gesunde Portion Optimismus.

RD: Im Paulinischen Sinne möchte ich antworten: Viele Gaben – ein Geist. Gefragt sind vor allem Herz, Sinn, Verstand und Engagement für unsere lebendige Gemeinde.

Was könnte motivieren, auch für eine Zeitspanne von sechs Jahren JA zur Kandidatur zu sagen?

AB: Es ist eine Zeit, in der man etwas bewegen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen kann. Mitwirkung ist bei wichtigen Entscheidungen gefragt und es kann die Möglichkeit geben, eigene Ideen und Visionen in die Gemeinde hineinzutragen und gemeinsam zu verwirklichen.

RD: Nach der zaghaft begonnenen Verschwisterung mit Hosterwitz sehe ich in der nun vor uns liegenden Phase der verordneten Regionenbildung mit drei weiteren Schwesterkirchgemeinden eine vordringliche Aufgabe im Substanzerhalt, insbesondere der Kirchenmusik und der Gemeindepädagogik, sowie einer hoffentlich guten Weiterentwicklung aller Bereiche unserer Loschwitzer Kirchgemeinde.