Ergebnis der Wahlen des Kirchenvorstands vom 14.9.2020

Im Ergebnis der Wahlen für den nächsten Vorstand der Loschwitzer Kirch­gemeinde sind nach Auszählung der abgegebenen Stimmen (in alphabetischer Reihenfolge) gewählt:

Gert Bamler, 56 Jahre, Leiter Kläranlagenbetrieb
Ich bin dankbar, vor inzwischen fast 10 Jahren den Weg in die Kirchgemeinde Loschwitz gefunden zu haben. Die Erfahrungen seitdem ermutigen mich, nun selbst mehr für die Gemeinde zu tun als die bisherige Hilfe beim Verteilen der Kirchennachrichten. Was in den letzten Jahren und Jahrzehnten durch die Kirchgemeinde am Elbhang erreicht wurde, kann man kaum genug würdigen. Dies für die Zukunft zu sichern und mit Blick auf die Demografie nach weiteren Wegen für eine lebendige und zukunftsfähige Gemeinde zu suchen, sehe ich als wichtig an. Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich im Kirchenvorstand einen Betrag auch dafür leisten könnte, dass Andere Glauben und Gemeinde wieder oder überhaupt erst neu entdecken.

Christoph Beyer, 45, Lehrer
Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil das eine gute Aufgabe für und in der Gemeinde ist und es mir in den letzten 12 Jahren oft Freude gemacht hat.
Ich habe mich in den letzten Jahren weitestgehend erfolgreich um den Erhalt der Gebäude der Kirchgemeinde bemüht und würde das auch weiterhin tun.

Reinhard Decker, 68 Jahre, Rentner
Der gemeinsame erfolgreiche Kampf für den Erhalt unserer Kantorenstelle motiviert mich, erneut für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Den besonderen Stellenwert der
Kirchenmusik für unsere Gemeinde gilt es zu bewahren und mit Ausstrahlung über die Region hinaus auszubauen. Dafür sind Kirchenmusikausschuss und Förderkreis wichtige Instrumentarien. In beiden Gremien sehe ich den Schwerpunkt meiner Arbeit. Darüber hinaus liegt mir das verständnisvolle Miteinander in unserer lebendigen Gemeinde am Herzen.

Jens Leinweber, 53 Jahre
Ich möchte für eine weitere Legislaturperiode kandidieren, da mir die ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde viel Freude macht. Seit November 2001 leben wir in Loschwitz. Wir haben hier viele Freunde und Menschen kennengelernt und wurden in der Gemeinde damals sehr gut aufgenommen. Mit der Arbeit im Kirchenvorstand möchte ich mithelfen die Gemeinde weiter zu stärken, wobei ich meinen Platz in den praktischen Dingen sehe.

Cornelia Rabeneck, 47 Jahre, Bereichsdezernentin
Medizin TU Dresden, Leiterin der Verwaltung der
Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden
Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil dies eine Möglichkeit ist, mich aktiv in die Gemeindearbeit der Kirchgemeinde einzubringen. Ich würde mich freuen, wenn die Loschwitzer Kirche als Ort des Wortes und der Musik wahrgenommen wird. Ein Ort, der einlädt zum Innehalten, Atemholen, Krafttanken.

Rainer Staudt, 55, Dipl.-Kaufmann
Wenn ich gewählt werde, will ich den seelsorgenden und verkündigenden Mitarbeitern bei Organisations- und Verwaltungsaufgaben soweit wie möglich den Rücken für die Erfüllung ihrer Kernaufgabe freihalten. Weiter will ich einen Beitrag zur geistlichen Entwicklung für eine freund­liche
und einladende Gemeinde leisten. Damit wir eine starke Gemeinde im neuen Schwesterkirchverhältnis werden.

Paul-Gerhard Weber, seit 30 Jahren Kirchvorsteher
Nach dem Wiederaufbau der Loschwitzer Kirche habe ich meine ganze Kraft für die Stiftung KiGeLo eingesetzt.
Mit großer Freude singe ich in der Kantorei Loschwitz, arbeite im Kirchenmusik-Ausschuss des Kirchenvorstands und im Besuchsdienst der Kirchgemeinde mit. Durch das Konfirmanden-Kolloquium bin ich auch mit den Jugendlichen in der Kirchgemeinde verbunden.
Deshalb kandidiere ich für den neuen Kirchenvorstand.

Susanne Wiede, 65 Jahre
als Zurückkehrende nach 35 Jahren erlebe ich mich in Dresden und der von mir gewählten Kirchengemeinde willkommen und bin an den Menschen und deren Lebensgeschichten sehr interessiert. Insbesondere freue ich mich über die Verbundenheit der liturgischen Praxis in der Kirchenmusik.
Nach beruflichen Werdegang an einer Universität im Bereich der Psychotherapie und Psychosomatik, möchte ich mich mit den Fragen der Kirchengemeinde zum Zusammenschluss der einzelnen Gemeinden und Ökumene engagieren.

Ortrun Winkler, geb. 16.11.1964,
Diplomingenieur für Verfahrenstechnik
Seit 2008 arbeite ich im Kirchenvorstand und im Finanzausschuss unserer Gemeinde mit. Die Verwirklichung unserer Wünsche mit den uns gegebenen Möglichkeiten liegt mir am Herzen. Dafür und für ein lebendiges Gemeindeleben möchte ich mich auch in den kommenden Jahren im Rahmen des Kirchenvorstandes wieder einsetzen.

252 von 1.360 Wahlberechtigten haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das sind 18,5 % – sachsenweit ein hoher Wert, auch eine gestiegene Wahlbeteiligung gegenüber früheren Wahlen in Loschwitz. Und dennoch steigerungsfähig! 2026 ist es wieder soweit ..
Zwei weitere wählbare Mitglieder der Loschwitzer Kirchgemeinde wurden berufen. Am 1. Advent, dem 29.11.2020 wurde der neue Vorstand im Gottesdienst in sein Amt eingeführt.

Markus Deckert, 53 Jahre
Pfarrer
Nach dem Theologiestudium in Leipzig, Erfurt, Marburg und Zürich wurde ich mit vielfältigen Erfahrungen kirchlicher Arbeit in und um Leipzig gesegnet. 2012 bin ich dann durch meine Berufung als Pfarrer für Loschwitz und Wachwitz nach Jahrzehnten wieder in meine Geburtsstadt Dresden zurückgekehrt.
Seelsorge in der Vielfalt menschlicher Begegnungen und die Verkündigung der guten Botschaft vom erbarmenden Gott, weitergesagt gerade auch für Suchende und Fragende, liegen mir am Herzen. Und ein wertschätzendes Miteinander in der Mitarbeiterschaft, im Vorstand und in der Gemeinde. Sie lockt die schönsten Früchte unter denen hervor, die sich fremd waren, durch ihre Taufe aber in den Raum geschwisterlicher Nähe gerufen werden.

In den Kirchenvorstand Berufene

Clara Sophia Gärtner, 16 Jahre
Ich wurde 2018 in Loschwitz konfirmiert und bin seitdem Mitglied der Jungen Gemeinde in Losch­witz. Dieses Jahr werde ich am 1. Advent als erste Jugendvertreterin in den Kirchenvorstand einberufen. Ich bin schon sehr gespannt, was mich alles erwarten wird und freue mich auf die Arbeit im Kirchenvorstand. Mit dem Wissen, den ständigen Rat und die tolle Unterstützung der JG zu haben, kann ich es kaum erwarten, die Interessen der Jugend in den Kirchenvorstand mit einfließen zu lassen und mit dem Vorstand tolles zu bewirken. Ich freue mich auf die kommende Zeit und auf all die Herausforderungen und Aufgaben, die sie mit sich bringen wird.

Heike Rutke, 62 Jahre
Dipl.-Soziologin, Coach und Mediatorin, selbstständig
Seit rund 20 Jahren lebe ich am Elbhang und bin froh, dass Loschwitz meine Kirchgemeinde ist. Das Wort hat für mich große Bedeutung und ich erlebe, dass das Wort in der Gemeinde hoch geachtet wird. Mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen will ich zu einem guten Miteinander beitragen, das so wichtig für uns Menschen ist und so viel ermöglicht. Ich möchte auch Ansprechpartnerin sein, wenn die junge Gemeinde Bedarf hat. Ich habe während meines Aufwachsen selbst erlebt, dass Kirche für junge Menschen ein wichtiger Ort sein kann, den es sonst nirgends gibt.


Fragen an bisherige Kirchvorstände

Zwei in der vergangenen Legislatur nachberufene Kirchvorstände, Andrea Bachmann und Reinhard Decker, wurden für diese Ausgabe des GEMEINDE­BRIEFES kurz befragt. Deren Antworten könnten die interessieren, die sich in den kommenden Wochen einer Anfrage gegenübersehen, die Kandidatur für den neuen Kirchenvorstand betreffend.

Was sind Deine Erfahrungen, wie war es in den letzten Jahren, Vorstand zu sein?

AB: Viel interessante, zum Teil anstrengende Arbeit mit netten Menschen.

RD: Als ich vor drei Jahren in der Mitte der Legislaturperiode in den Kirchenvorstand berufen wurde, ahnte ich nicht, in welche strukturelle Gemengelage innerhalb der Landeskirche ich hineingeraten würde. Als Mitglied eines KV ist man das letzte Glied in der Kette der Entscheidungsfindungen. Auf gemeindlicher Ebene lässt sich manches bewegen, darüber hinaus eher gar nicht.

Was für Fähigkeiten werden denn besonders gebraucht für solch eine Aufgabe?

AB: Durchhaltevermögen, Pragmatismus, Freude an der Arbeit in der Gemeinde und eine gesunde Portion Optimismus.

RD: Im Paulinischen Sinne möchte ich antworten: Viele Gaben – ein Geist. Gefragt sind vor allem Herz, Sinn, Verstand und Engagement für unsere lebendige Gemeinde.

Was könnte motivieren, auch für eine Zeitspanne von sechs Jahren JA zur Kandidatur zu sagen?

AB: Es ist eine Zeit, in der man etwas bewegen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen kann. Mitwirkung ist bei wichtigen Entscheidungen gefragt und es kann die Möglichkeit geben, eigene Ideen und Visionen in die Gemeinde hineinzutragen und gemeinsam zu verwirklichen.

RD: Nach der zaghaft begonnenen Verschwisterung mit Hosterwitz sehe ich in der nun vor uns liegenden Phase der verordneten Regionenbildung mit drei weiteren Schwesterkirchgemeinden eine vordringliche Aufgabe im Substanzerhalt, insbesondere der Kirchenmusik und der Gemeindepädagogik, sowie einer hoffentlich guten Weiterentwicklung aller Bereiche unserer Loschwitzer Kirchgemeinde.