Bibel andenken – die alte und die neue Jahreslosung

Der sich der Menschheit erbarmende Gott – ein Kind in der Krippe. Die Jahres­losung für 2021 hatte uns gemahnt, barmherzig zu sein. Fast nicht mehr lesbar ist sie jetzt auf den Sandsteinplatten vor dem Loschwitzer Altar, worauf sie Frau Kämpf mit Kreide aus Anlass eines Familiengottesdienstes im Januar ge­schrieben hatte. Verbraucht sich der Wille, einander barmherzig zu begegnen? Wird er zertreten? Oder bleibt der hohe Anspruch erkennbar, lesbar unter uns – auch im Neuen Jahr?

Die Jahreslosung für 2022 ist ein ganz besonderer Zuspruch. Aber auch sie ist mit einem Ruf verbunden, der aus Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit herauslockt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen! Dieses Wort Jesu (Joh 6, 37) will uns alle begleiten, herausfordern, trösten, bestärken .. Lassen wir uns darauf ein? Nehmen wir das an?

Lesen wir die Bibel – oder bleibt Sie im Regal? – Der Jahresanfang ist oft mit guten Vorsätzen verbunden. Wieder in den Worten zu lesen, die unseren Glauben nähren – das kann unter Christenmenschen kein überraschender, aber doch immer wieder ein lohnender Vorsatz sein!

Wer Hilfe sucht beim Bibellesen oder eine Gruppe, in der die Bibel gemeinsam gelesen werden kann, der suche sich dafür Partner – oder spreche mich an! Vielleicht kann ich helfen, dass sich eine Gruppe neu findet, die den guten Vorsatz im Neuen Jahr wahr macht?

Ihr Pfarrer Markus Deckert


Hygienekonzept

Dresden-Loschwitz, 15.6.2021
Pfarrer Markus Deckert, Ev. – Luth. Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz